Es gibt ein paar Dinge die man in Thailand wirklich nicht tun sollte, außer man möchte mal das “Bangkok Hilton” von Innen sehen, und einigen Erster-Hand-Berichten zu Folge, will das wirklich niemand. Wir haben die unserer Meinung nach fünf häufigsten Ursachen, die dich in handfeste Schwierigkeiten bringen können, zusammengestellt – und ganz zum Schluss darf dann doch noch geschmunzelt werden.

Overstay

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Erwischt man dich bei einer Kontrolle mit abgelaufener Aufenthaltsgenehmigung wirst du auf jeden Fall verhaftet, egal ob du einen Tag oder ein Jahr über der Frist bist. Je nachdem wie viele Tage du überzogen hast, erwarten dich Geldstrafen und Abschiebehaft. Ab 90 Tage Overstay wirst du zusätzlich für fünf Jahre auf die sogenannte Black List gesetzt, das bedeutet Einreiseverbot.

Wenn es dir doch mal passiert, dass du die Laufzeit deines Visums aus den Augen verloren hast, dann sprich so schnell als möglich auf dem nächsten Immigration Office vor. Die Strafen fallen geringer aus, wenn du dich selbst meldest und deinen Fehler eingestehst. 

Am häufigsten bucht man den Rückflug versehentlich ein oder zwei Tage nach Ablauf der Aufenthaltsgenehmigung. In diesem Fall kannst du am Flughafen, bevor du dich zur Ausreise anstellst, ins Immigration Office gehen, dich erklären und deine Verwaltungsstrafe von 500 Baht pro Tag mit Overstay zahlen.

Drogen

Hände weg von Drogen! Thailand verhängt harte Strafen für Drogenbesitz und -konsum. Was in unseren Herkunftsländern mit einer Bewährungsstrafe und einer Abmahnung getan ist, führt hier zu unbedingten Gefängnisaufenthalten und hohen Geldstrafen.

Die Haltung des Königreiches Thailand zu Drogen wird in folgender Aussage, von der Website der Zollabteilung, am offensichtlichsten: 
“Personen die gegen Gesetze im Zusammenhang mit illegalen Drogen verstoßen, zum Beispiel die Verwendung und der Besitz von Drogen, oder die Herstellung, der Verkauf oder Transport von Drogen, können zum Tode verurteilt werden.”
Du liest richtig, die Todesstrafe! Hände weg von Drogen, kaufe, konsumiere oder transportiere niemals Drogen in Thailand.

Verleumdung / Kritik

Verleumdungs-Gesetz

Als erstes muss man wissen, dass es vor diesem Gesetz egal ist, ob das was du schreibst oder sagst, wahr ist oder nicht. Thailand hat eines der schärfsten Gesetze der Welt gegen Verleumdung. Hierzulande definiert man Verleumdung zwar auch als “Schädigung eines Unternehmens oder einer Person gegenüber Dritten”, aber in Europa ist der Tatbestand der Verleumdung an die Unwahrheit geknüpft. Das umfasst auch Bewertungen im Internet! Das Konzept der konstruktiven Kritik ist in Thailand nicht bekannt. Wenn du ein Problem in einem Shop oder Restaurant hast, solltest du das diskret mit den Betreibern oder Inhabern besprechen. Wenn du dabei ruhig und höflich bleibst stehen deine Chancen auf eine Lösung in deinem Sinne gut.

Beleidigung der Königlichen Familie

Es gibt in Thailand das sehr aktive und oft gebrauchte Gesetz der Majestätsbeleidigung. “Lese Majeste” ist ein Gesetz, das 1908 in Thailand eingeführt wurde und besagt, dass es ein schwerwiegendes Vergehen ist, beleidigende Handlungen oder Äußerungen gegenüber dem König von Thailand, der königlichen Familie oder der thailändischen Monarchie zu tätigen. Auch das Verunstalten, Zerstören oder Zeigen respektlosen Verhaltens gegenüber Bildern des Königs fallen unter dieses Gesetz. Also Achtung beim thailändischen Geld, es trägt das Abbild des Königs. Steige niemals mit dem Fuß auf eine Münze oder Banknote, oder zerreiße einen Geldschein! Am Rande sei erwähnt, dass dieses Gesetzt theoretisch sogar Anwendung finden kann, wenn du ausländische Monarchen oder Staatsoberhäupter beleidigst. In Thailand wird über das Königshaus wenig gesprochen, geschweige denn kritisch. Aus unseren Heimatländern sind wir es nicht gewohnt mit unserer Meinung über Politik oder Politiker hinterm Berg halten zu müssen, in Thailand versteht man da aber wirklich keinen Spaß. Wir empfehlen daher, sich generell nicht in der Öffentlichkeit über das thailändische Königshaus oder die thailändische Regierung zu äußern.

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Thailand Visabestimmungen

E-Zigaretten

E-Zigarette

Die Einfuhr, der Besitz und die Verwendung von E-Zigaretten sind seit 2014 in Thailand verboten. Es drohen Geldstrafen von bis zu 20.000 Baht und Haftstrafen von bis zu 10 Jahren. Medienberichten zu Folge sind Reisende am Flughafen verhaftet worden, weil man in ihrem Gepäck eine E-Zigarette entdeckt hat. Mancherorts wird sehr rigoros gegen E-Zigaretten vorgegangen, wie etwa in Pattaya, auf Koh Phangan hingegen werden die Dampfer größtenteils ignoriert. Fakt bleibt jedoch, dass das Dampfen unter Strafandrohung verboten ist und das Gesetz jederzeit angewandt werden kann.

Ernst bei Seite – zum Schluss wird es amüsant

Unerwartet – Das Shirt Gesetz 😳

In Thailand ist es per Gesetz verboten, mit nacktem Oberkörper Auto zu fahren.

Kurios – Das Unterwäsche Gesetz 🤭Unterwaesche

Nach thailändischem Recht ist es illegal,  ohne Unterwäsche in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein. Obwohl wir noch keine Berichte darüber hatten, dass Reisende wegen dieser Straftat verhaftet wurden, höre lieber auf das was deine Mutter immer gesagt hat, und verlasse das Haus immer mit einer frischen Unterhose.